landscape near San Jose and near Valor in the Alpujarras

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Regionale Informationen

Ich möchte Ihnen nun einige Informationen zu dem Gebiet in Andalusien, in welchem wir unsere Immobilien verkaufen, zukommen lassen. Wie Sie der Karte unten entnehmen können handelt es sich dabei im wesentlichen um den südlichen Teil der Provinz Almeria sowie den südwestlichen Teil der Provinz Granada.

Sonne und Strand ist wohl das erste was einem zu Südspanien einfällt. Trockenes und warmes Klima, lange Strände sowie im Osten Almerias eine spektakuläre Küste mit zum Teil einsamen Buchten ziehen viele Kurz- und Langzeitbesucher aus ganz Europa an. Man kann im zum Teil kristallklaren Meer schwimmen, schnorcheln, tauchen, wind- und kitesurfen. In langen lauen Sommernächten kann man verschiedene Tapas-Spezialitäten ausprobieren.

Wer allerdings mehr sehen möchte als die Küste kann hier im Südosten Spaniens auf relativ begrenztem Gebiet die verschiedensten Landschaftsräume von der Wüste um Tabernas über die Höhenzüge und Grünen Täler der Alpujarras bis hin zum Hochgebirge in der Sierra Nevada erkunden. Man kann kurze und lange Wanderungen unternehmen, klettern und sogar schifahren im Winter.

Ich werde Ihnen einen kurzen Überblick über die Gegend geben. Weiter geplant sind umfangreichere Informationen und mehr Fotos.

map of Granada and Almeria

Die Küstenregionen Spaniens ziehen immer noch die meisten Touristen an, obwohl auch der ländliche Tourismus stetig zunimmt. Besonders die Touristenzentren an der Südküste Almerias wie die Urbanisationen von Roquetas de Mar, Almerimar und Aguadulce bieten lange saubere Strände, Hotels mit großen Swimming Pools, Restaurants, Bars und Kneipen für jeden Geschmack, Golfplätze und auch sonst jegliche Infrastruktur für Touristen. Immer mehr Nordeuropäer entschließen sich ihren permanenten oder zumindest halbjährlichen Wohnsitz hierher zu verlegen.

An der Südküste Almerias wird intensive Landwirtschaft betrieben. Gemüse für ganz Europa wird in Gewächshäusern angebaut. Weiter im Inland werden an den Südhängen der Berge Oliven und Mandeln und in den Tälern Zitrusfrüchte angebaut. Die Gewächshauskultur nennt man hier auch "mar de plastico", das Meer aus Plastik, denn wenn man von den Bergen her auf die Küste zufährt sieht es tatsächlich so aus als gäbe es vor dem Mittelmeer noch ein zweites Meer. Der Mittelpunkt der Gewächshauskultur ist die Stadt El Ejido, eine inzwischen recht fortschrittliche Stadt inmitten der Plastikfelder.

Die Gemeinden an der Ostküste Almerias wie zum Beispiel San José, Agua Amarga, Las Negras und Carboneras sind inzwischen auch stärker von Touristen besucht als noch vor ein paar Jahren, haben sich aber den Charakter eines Fischerdorfes bewahrt. Man kann sogar noch einsame Buchten an der Küste zwischen San José und Agua Amarga finden. Sie sind Teil der Region von Gabo de Gata/Nijar, die Küstenregion wurde 1987 zum Nationalpark erklärt. Es handelt sich um einen sowohl terrestrischen als auch marinen Nationalpark dessen Mittelpunkt die vulkanische Gebirgskette der Sierra del Cabo de Gata mit einer Höhe bis zu 500 m bildet. Die Berge erstrecken sich bis hin zum Meer und bilden hier eine langgestreckte Felsenküste, ideal zum schnorcheln und tauchen, zwischen den Felsen finden sich einsame Buchten und auch längere Sandstrände.

Die bekannteste Gebirgskette Südspaniens ist die Sierra Nevada. Sie erstreckt sich über die Provinzen Granada und Almeria und bildet die höchsten Berge Kontinentalspaniens, von welchen der Mulhacén mit 3482 m der höchste ist. Im Winter kann man sehr gut schifahren gehen und während der restlichen Jahreszeiten ist es ein wunderbares und nicht überlaufenes Wandergebiet. 1999 wurde die Sierra Nevada zum Nationalpark deklariert und ist heute der größte Spaniens.

Südlich der Sierra Nevada bis hin zum Mittelmeer erstrecken sich die Alpujarras. Die Berge fallen innerhalb von 50 km von ca. 3000 m in der Sierra Nevada bis auf Meeresniveau ab, sie werden durchschnitten von grünen Schluchten, hier finden sich die typischen weißen andalusischen Bergdörfer wie Lanjarón, berühmt wegen seiner Heilwasser und seines Kurhauses, Capileira, Trevelez, Namensgeber des berühmten Schinkens und Ugijar, um nur einige zu nennen. Der ländliche Touriusmus hat auch hier in den letzten Jahren zugenommen, es gibt Hotels, Gaststätten und Pensionen in nahezu jedem größerem Ort und ausgezeichnete Wanderwege.

Östlich der Alpujarras und gerade nördlich von Roquetas de Mar liegt die Sierra de Gador. Die Berge sind insgesamt trockener als die Alpujarras, mit vereinzelten Quellen wie zum Beispiel in Enix und Felix. Diese Orte werden auch immer beliebter bei den Menschen, die dem Trubel in Roquetas entfliehen wollen, aber trotzdem nahe der Küste wohnen möchten. Die südlichen Hänge der Sierra de Gádor sind bepflanzt mit Oliven- und Mandelbäumen. Die Zeit der Mandelblüte im Frühling ist ideal um die Gegend kennenzulernen.

Nur 15 km nordöstlich von Almeria befindet sich die Bergkette der Sierra Alhamilla , der höchste Punkt liegt bei 1387m. Es ist eine trockene und kaum bewohnte Gegend. An seinen südlichen Hängen liegt die Gemeinde Nijar, bekannt für Töpferwaren und handgewebte Teppiche. In Baños de Alhamilla im Westen der Bergkette befinden sich heiße Quellen und ein Kurhaus, der Ort ist durchaus einen Besuch wert, es gibt einige Bars mit guten Tapas.

Zwischen der Sierra Alhamilla und der Sierra de los Filabres befindet sich die Wüste von Tabernas, eine trockene und beeindruckende Landschaft und als die einzige Wüste Europas bekannt. Auf den ersten Blick erscheint es, als ob Leben hier nicht existiert, bei genauerem hinschauen, besonders im Frühling entdeckt man jedoch eine wunderbare Vielfalt. Die Wüste war Kulisse vieler Wild West und anderer Filme. Es gibt immer noch einige Westernstädte, die jetzt zu Touristenattraktionen ausgebaut wurden. Mehr als 3000 Stunden Sonnenschein im Jahr veranlassten den Bau der Plataforma Solar de Almería (PSA), einer Versuchsanlage für Sonnenenergie. Beim Karst en Yesos de Sorbas im Osten von Tabernas handelt es sich um eine beeindruckende Gipsformation.

Die Bergkette der Sierra de los Filabres bildet die nördliche Grenze der Wüste von Tabernas und geht im Westen in die Sierra de Baza über. Die Berge sind zum Teil wieder aufgeforstet und reichen bis in eine Höhe von 2100 m. Es gibt wunderschöne Täler und die typischen andalusischen Bergdörfer mit ihren engen Gassen, alles relativ unberührt vom Tourismus. Die Provinz Almería beansprucht eine der sonnigsten Gegenden von Europa zu sein und das Calar Alto Observatorium nutzt diesen klaren Himmel und beherbergt das stärkste Teleskop Europas. Von Gérgal aus kann man zum Calar Alto hinauffahren von wo aus man auch eine herrliche Sicht über die Wüste hat.

Die Haupteinnahmequelle dieser Region ist das Mamor-Abbaugebiet in der Gegend um Macael an den nordöstlichen Hängen der Filabres zwischen den Städten Cantoria und Purchena.

Die Sierra de Baza ist die Fortsetzung der Sierra de los Filabres in der Provinz Granada. Die Berge erreichen Höhen von 1200m bis zu 2271m. Der zentrale Teil wurde 1989 zum Nationalpark erklärt. Die Region ist spärlich besiedelt, die größten Städte Baza und Caniles befinden sich an den Nordhängen.